, Kubik Patrick

WU12: SG Stockerau–Hollabrunn mit 28:35-Auswärtsniederlage in Tulln

Die SG Stockerau–Hollabrunn musste sich am Sonntag in der Josef-Welser-Halle dem UHC Tulln mit 28:35 geschlagen geben.

Trotz eines starken Beginns und großer Einsatzbereitschaft über weite Strecken reichte es am Ende nicht, um gegen die sehr effizienten Gastgeberinnen zu bestehen.

Das Team startete gut in die Partie und ging früh in Führung. In der Anfangsphase funktionierten Tempo und Zusammenspiel, und auch vom Siebenmeterpunkt zeigte sich die SG zunächst treffsicher. Doch nach rund zehn Minuten übernahm Tulln zunehmend das Kommando. Die Gastgeberinnen profitierten davon, dass die SG in dieser Phase zu unkonzentriert agierte und sowohl im Aufbau als auch in der Abwehr zu viele technische Fehler produzierte. Vor allem am Flügel gingen zu viele 1-gegen-1-Situationen verloren, wodurch Tulln immer wieder zu einfachen Toren kam. So wuchs der Rückstand bis zur Pause auf 17:10 an.

In der zweiten Halbzeit zeigte das Team Moral und kämpfte sich immer wieder heran. Besonders offensiv war eine deutliche Steigerung erkennbar: viele gut vorbereitete Aktionen, mutige Abschlüsse und eine perfekte Quote vom Siebenmeterpunkt. Auch in der Defensive gab es Phasen, in denen das Team deutlich stabiler stand. Dennoch verhinderten einzelne Leichtsinnsfehler und erneut einige verlorene Eins-gegen-Eins-Duelle, dass der Abstand weiter schrumpfte.

Positiv bleibt, dass das Team bis zur letzten Sekunde drangeblieben ist, das Tempo hochhielt und offensiv variabel blieb. Die zweite Halbzeit zeigte klar, dass man spielerisch durchaus auf Augenhöhe sein kann. Mit weniger technischen Fehlern und mehr Konsequenz im Abwehrverhalten – insbesondere am Flügel – wäre ein deutlich engeres Spiel möglich gewesen.

Fazit:

Die SG Stockerau–Hollabrunn bot eine kämpferische Leistung, musste sich jedoch der effizienten Chancenverwertung Tullns geschlagen geben. Die starke zweite Hälfte macht Mut: Schafft es das Team, Konzentration und Stabilität über die gesamte Spielzeit zu halten und die Zahl der technischen Fehler zu reduzieren, wird es künftig gegen Gegner dieses Kalibers absolut auf Augenhöhe sein.