18.11.2018 Kategorie: Spielberichte-Frauen
Von: Wolfgang Kaindl

WHA: Einen Punkt gegen die bisher noch ungeschlagenen Atzgersdorferinnen erkämpft


Wenn man sich in den letzten Minuten den angestrebten Erfolg und die 2 Punkte vom Teller nehmen lässt, fährt man natürlich enttäuscht nach Hause. Mit dem festen Vorsatz, mit einer gefestigten Defensive und einer ordentlichen Teamarbeit den bisher ungeschlagenen Wienerinnen die 1. Niederlage zuzufügen, trat die Mannschaft des UHC Müllner Bau in Wien in dieses Spitzenspiel der WHA ein. Dieser Vorsatz konnte auch lange Zeit umgesetzt werden. Die junge Wiener Mannschaft entwickelte zwar mit enormen Selbstvertrauen gehörig Druck und Tempo, aber unser Team konnte immer wieder dagegen halten. Tempo und Kampfgeist entsprachen den Erwartungen in einem Spiel, bei dem es um eine Topplatzierung an der Spitze Österreichs ging.
Das Spiel begann mit hohem Tempo und gestaltete sich ausgeglichen. Nach 20 Minuten beim Spielstand von 7:6 zeigten allerdings das 1. Mal die Spielleiter, wie sie sich den weiteren Verlauf vorstellten. Statt zu beruhigen, sprachen sie in kürzester Zeit gegen drei Spielerinnen vom Team des UHC Müllner Bau Zeitstrafen aus; auf die Reaktion der Bank hatten sie nur gewartet. Weitere 2 Minuten gegen den Coach war ihnen sichtlich ein Anliegen  - damit hatten wir zwei Feldspielerinnen und die Torfrau auf dem Feld. Welch großer Kampfgeist im Team steckte zeigten aber diese und die folgenden Minuten. Der Rückstand von 10:7 konnte zunächst im Rahmen gehalten werden und mit vollständigem Team auf dem Feld  in den Minuten vor der Halbzeit in eine Führung von 14:12 verwandelt werden.
Die 2. Halbzeit brachte in den ersten 20 Minuten Handball auf Österreichischem Spitzenniveau. Gestützt auf unsere Torfrauen konnten wir uns langsam absetzen. Bei einer zwischenzeitlichen Führung von 5 Toren schien der Erfolg zum Greifen nahe. Warum es dann nicht gelang? Sucht man die Schuld nur bei uns, muss man die mangelnde Cleverness in dieser hektischen Schlussphase festhalten. Wieder wurde nicht einfach und ohne Risiko das Spiel weiter gestaltet – so ermöglichten einige überhastete Aktionen von uns den schnellen Ballbesitz der Wienerinnen. Also natürlich auch selber Schuld – gleichzeitig lief das Spiel auf einer ziemlich „schiefen Ebene“ ab.
Mit dem erreichten Punkt hat sich die Situation in der Tabelle nicht verbessert und  der Blick nach einem Spitzenrang in der Tabelle wird schwieriger. Aber: wie es sich aber schon in den letzten Wochen angekündigt hat, scheinen die Mechanismen im Angriff langsam in Gang zu kommen. Auch diesmal gelangen wieder viele schön herausgespielte Tore. Diesmal konnte aber auch die Abwehr dann überzeugen, wenn mit fairen Mitteln gegen sie angegriffen wurde; dabei konnten wir auch mit der Leistung unserer 3 Torfrauen sehr zufrieden sein. Darauf kann man sicher aufbauen und je länger das Team konsequent weiter arbeitet, umso eher wird sich auch die Stabilität einstellen.
Nach der Unterbrechung der Meisterschaft wegen der Länderspiele wartet am 15.12. mit Graz um 19:00 in Stockerau der nächste schwere Brocken.

Ergebnis WHA:
WAT Atzgersdorf - UHC Müllner Bau Stockerau   26:26 (12:14)
Stockerau: Topic, Öller, Flöck; Reiß (1), Klinger, Hruza (4), Raffasederova (2), Malyk, Dimmy , Felsberger (4/2), Riesenhuber (3/2), Mauler (4), Novak S.(6), Novak D. (2), Lauermann, Gahler.

Diesmal waren die regierenden U 18 Meisterinnen der Gegner unserer Mädchen. Wie schon in den letzten Spielen gelang unserer jungen Mannschaft über weite Phasen des Spiels eine gute Darbietung. Leider folgen aber immer wieder fürchterliche „Patzer“, die dann ein (noch) besseres unmöglich machen. Hier passiert noch vieles im Kopf der Mädchen, die natürlich nicht vor Selbstvertrauen strotzen.
Allerdings zeigen die positiven Phasen den Weg – geduldige weitere Arbeit lässt garantiert die jungen Mädchen reifen. Damit wird sich letztendlich auch der Erfolg einstellen.

Ergebnis WHA U18:
Atzgersdorf - UHC Volksbank Stockerau  33:27 (20:16)
Stockerau: Kalkan, Winkler; Bruckner (3), Bardho (3), Gangl (6/1), Storkan, Lauermann (12/2), Habermüller (2), Harreither (1), Sobotka.


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