29.10.2017 Kategorie: Spielberichte-Frauen
Von: Wolfgang Kaindl

WHA: Ein Unentschieden im Ländle

Einen schwer verdienten Punkt in Feldkirch gewonnen


Wenn die Heimischen nach dem Spiel dem Sieg nachtrauern und wir mindestens ebenso, dann muss man wohl über ein gerechtes Remis sprechen!
Bei Betrachtung mit etwas Abstand überwiegt allerdings die Traurigkeit über einen verlorenen Punkt! Denn wieder einmal wurde in einer wichtigen Phase der Weg zu einem entscheidenden Vorsprung mit zu wenig kühlem Kopf begangen. Hektisch und überschnell wollten wir unser Glück erzwingen! Zuviel vergebene Chancen von den Flügeln und 7- Meter Chancen konnten daher nicht genützt werden, brachten zusätzliche Nervosität in ein Spiel, das ohnehin von den Gastgeberinnen eher als „Ringkampf“ als ein SPIEL angelegt war.
Ausgeglichen und hektisch begannen beide Mannschaften. Keinem Team gelang es, sich abzusetzen – die Heimischen warfen sich besonders robust in den Kampf und wir hatten den Eindruck, dass die beiden Schiedsrichterinnen nicht immer mit gleichem Blick die Situationen entschieden! Vor allem in der 2. Hälfte, als Spielerinnen der Heimmannschaft am Rande des Ausschlusses waren, hatten wir den Eindruck, dass sie Gnade vor Recht gelten ließen!
Unsere Mannschaft zeigte deutlich bessere Spielszenen aber ebenso wieder Schwäche bei der Verwertung der Torchancen. Zu viele Einwurfmöglichkeiten wurden vergeben um diese Überlegenheit auch in einer entscheidenden Führung umzuwandeln! Ab Mitte der 2. Hälfte hatten wir aber die Möglichkeiten, das Match für uns zu entscheiden! Nach einer guten Phase lagen wir mit 19:21 in Front, bei den Feldkirchnerinnen machte sich Nervosität breit! Kurz danach war die Führung 20:22 doch statt mit kühlem Kopf die Sache zu entscheiden, wurde hektisch weitergespielt, Chancen vergeben und auch die 7 Meter waren für uns kein Vorteil. 4 vergebene Strafwürfe in den letzten 13 Minuten zeigen keine große Nervenstärke! So lag plötzlich die Heimmannschaft in der letzten Minute mit einem Tor in Führung, rechnete wohl schon mit 2 Punkten als wir noch 6 Sekunden vor dem Ende den verdienten Ausgleich erzielen konnten!
Mehr als hektisch gingen das Spiel zu Ende – geschürt vom unsportlichen Verhalten der Betreuung der Heimischen flogen noch Gegenstände in den letzten Sekunden auf das Spielfeld und man hatte den Eindruck, dass die beiden Schiedsrichterinnen mehr als froh waren, als die Schlusssirene zur Beruhigung beitrug!

Licht und Schatten wechselte in unserem Team ab; wunderschönen Aktionen folgten unerklärliche Fehler und super Paraden unserer Torhüterinnen (bei 22:22 konnte auch Didi Öller gleich 2 Strafwürfe abwehren!) folgten „Torgeschenke“! Eine Weiterentwicklung erreichen wir sicher, wenn es gelingt, die Torchancen konzentrierter zu nützen – vielleicht mit noch mehr Konsequenz und Konzentration!

Ergebnis WHA:
HC SPK BW Feldkirch – UHC Müllner Bau Stockerau 26:26 (14:15)
Stockerau: Kvasnicova, Öller, Stockinger; Reiss (4), Varjassiova, Buczolits, Hruza (5), Hödl (4), Malyk, Dimmy, Riesenhuber (4), Mauler (4), Leitner (1), Gahler (4)

WHA U18:
Auch hier überwiegt die Enttäuschung! Denn es zeigte unser Team zwar Verbesserungen in der Abwehr, gestützt auf eine gute Leistung unserer Torfrau Anesa Kalkan! Aber im Angriff überwiegt noch immer die Verunsicherung; zu zögerlich werden gute Ansätze weitergespielt, das Selbstvertrauen fehlt, um konsequent Aktionen bis zum Ende fertig zu spielen und Torchancen werden daher nicht entsprechend genutzt! So hatte man auch hier das Gefühl, dass nicht die Heimischen den Sieg erspielt hatten, sondern wir ihnen ein großes Geschenk in Form von 2 Punkten machten!

Ergebnis WHA U18:
HC SPK Feldkirch – UHC Volksbank Stockerau 21:18 (8:11)
Stockerau: Kalkan; Habermüller, Lauermann (4), Gangl (5), Amsüss (1), Breitseher (4), Storkan (1), Bruckner (3)


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