15.04.2019 Kategorie: Spielberichte-Frauen
Von: Wolfgang Kaindl

WHA: Die Punkte im Ländle liegen gelassen


In unserer derzeitigen Situation schon „fast“ normal, dass wir erneut in der Vorbereitung Rückschläge einstecken mussten. So konnte auch diesmal aus dienstlichen Gründen Viki Mauler die Reise nach Vorarlberg nicht mitmachen.
Dennoch waren wir vor dem Spiel eigentlich in einer leichten Favoritenrolle, da die Vorarlbergerinnen durch einige Suspendierungen nicht mehr die Mannschaft des Herbstes zur Verfügung haben. Natürlich muss man unsere lange Anreise ebenso berücksichtigen, die sich, wie immer, auf einige unserer Spielerinnen negativ auswirkte.
Zum Spielfilm:
Motiviert und kämpferisch starteten die Heimischen und als das Team des UHC Müllner Bau langsam begann, sich in der Halle zu recht zu finden, stand es zunächst 3:0 und 7:4 für Dornbirn. Erst nach 15 Minuten waren wir im Spiel angekommen und mit dem Ausgleich und einer zwischenzeitlichen Führung von 12:14 schien alles langsam ins Laufen zu kommen. Doch leider ließen die Fehler nicht nach und ermöglichten den Heimischen immer wieder „leichte“ Tore.
Mit 15:15 in der Halbzeit war nichts verloren, aber das Auftreten in der 2. Hälfte müsste sich ändern, damit wir nicht erneut in Schwierigkeiten kommen sollten. Dieser Vorsatz hielt leider nur ein paar Minuten bis zur Führung von 16:18. Dann riss erneut der Faden und nach weiteren 10 Minuten war Dornbirn mit 22:20 wieder in Führung. Dieser Spielstand machte bei den Heimischen viele Kräfte und zusätzliche Motivation frei, in unserem Team kehrte allerdings Verunsicherung und Frustration ein. Manchmal gelang noch der Ausgleich, aber letztendlich mussten wir den Sieg einer tapfer kämpfenden Mannschaft zur Kenntnis nehmen.
Zum Spiel:
Natürlich sind unsere Möglichkeiten durch die Ausfälle mehr als begrenzt. Wie wir allerdings über die gesamte Spielzeit in der Abwehr keinen Zugriff auf eine Mannschaft bekamen, die zwar beherzt kämpfte, aber in ihren technischen und taktischen Mitteln relativ einfach spielte, ist mehr als enttäuschend. Viele Tugenden, die noch vor einer Woche gut funktionierten, waren diesmal komplett weg. Von einem Miteinander in der Abwehr, von kämpferischem Einsatz und gegenseitiger Unterstützung war leider nichts zu sehen. Dadurch kamen die Heimischen zu sehr vielen Torchancen – die Anzahl der erhaltenen Tore ist viel zu hoch.
Gleichzeitig – ein roter Faden der gesamten Saison – zeichneten wir uns erneut als Meister im Vergeben von Torchancen aus. Diesmal noch „garniert“ mit vielen technischen Fehlern beim Spielaufbau. Dass mit Fortdauer des Spiels auch noch die spielerische Linie verloren ging, passte zu diesem Abend. Leider muss man das Spiel erneut als klassischen Selbstfaller des UHC Müllner Bau einordnen. Positiv vielleicht die eigenen kritischen Stimmen der Mannschaft danach, die auf eine realistische Selbsteinschätzung des Gebotenen schließen lassen.
Am Samstag nach Ostern wartet in der Stockerauer Halle mit WAT Atzgersdorf erneut eine große Herausforderung auf unser Team. Wir können nur hoffen, dass die Feiertage zu Ostern und die Herausforderung der favorisierten Wienerinnen helfen, unsere Kräfte neu zu sammeln, um entsprechend kämpferisch wieder auftreten zu können.

Ergebnis WHA:
SSV Dornbirn - UHC Müllner Bau Stockerau  32:30 (15:15)
Stockerau: Topic, Flöck, Öller;  Reiss (3), Klinger (1), Hruza (5), Bruckner, Freimbacher (1), Gangl, Dimmy (5), Felsberger (7/2), Riesenhuber (8/2), Lauermann, Novak D.

WHA U18:
Erfreulich verlief das Spiel der U 18 Mannschaft. Obwohl durch Urlaube unser Team bei weitem nicht vollzählig war, bot sie eine hervorragende Leistung. Durch die Rückkehr von M. Lauermann war die Abwehr deutlich stabiler, A. Kalkan im Tor – wie schon in den letzten Wochen immer – stark und ein besonderes Lob an L. Winkler, die am rechten Flügel hervorragend die Abwehr unterstützte. M. Kalkan als unser jüngstes Talent überzeugte kämpferisch in der Abwehr, trug spielerisch ihren Teil zu einem geordneten Spielaufbau bei; als H. Bruckner auch noch ihre Angst vor dem Torwurf ablegte, wackelten die Heimischen kräftig. Leider fehlten unseren Mädchen in den letzten 10 Minuten die Cleverness und die Überzeugung, denn dann wäre sogar der 1. Sieg nach langer Zeit möglich gewesen. Dennoch ein großartiger Erfolg und ein Sonderlob für diese Leistung unserer Jungen. Gegen eine Mannschaft, hinter der ein LZ steht und die in den letzten Jahren immer unter den Besten von Österreich zu finden ist, in der Form aufzutreten, bestätigt die Meinung, dass bei unseren Mädchen viele Möglichkeiten vorhanden sind.

Ergebnis WHA:
SSV Dornbirn – UHC Volksbank Stockerau 22:22 (10:11)
Stockerau: Kalkan; Winkler, Storkan (4), Bruckner (7/3), Lauermann (4/1), Gangl (5), Kalkan M. (2/1)


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