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28.09.2020 Kategorie: Spielberichte-Frauen
Von: Wolfgang Kaindl

WHA: Die erste Niederlage – gibt trotzdem Auftrieb und ist Ansporn


Das Antreten vom UHC Müllner Bau Stockerau beim noch regierenden Meister WAT Atzgersdorf wurde von vielen Experten als Nagelprobe für das neue Team gesehen. Diesen Test haben unsere Damen bestanden – auch wenn letztendlich nach einem harten Kampf keine Punkte als Belohnung herausschauten. Noch im Frühjahr wurde der UHC Müllner Bau von den Wienerinnen zweimal klar geschlagen. Diesmal wackelte die Wiener Mannschaft bedenklich und Kleinigkeiten bzw. Spielglück entschieden über den Ausgang.
Leider musste der UHC Müllner Bau bereits die ersten Ausfälle dieser Saison zur Kenntnis nehmen. So konnte Torfrau Isi Bernhard durch eine Knieverletzung nicht wirklich voll eingesetzt werden und Tereza Chovancova musste schon vor dem Spiel passen. Dagegen war die Rückkehr von Dominika Kodajova nach längerer Krankheit sehr erfreulich.
Vor dem Spiel war die Anspannung bei allen Beteiligten zu spüren. Im Gegensatz zur Vorwoche allerdings gelang es unserem Team, diese Vorfreude in eine gelungene Anfangsphase im Spiel umzusetzen. Eine aggressive Abwehrarbeit ermöglichte einen super Start und auch unsere Torfrau Anesa Kalkan konnte ihr Können abrufen. In der Folge konnten die UHC-Damen mit 5:2 in Führung gehen. Das war allerdings auf Dauer nicht durchzuhalten – WAT Atzgersdorf setzte auf die Wucht und Wurfkraft ihrer Spielerinnen. Ausgleich bei 7:7 und ein offener Schlagabtausch bis zur Halbzeit folgten (13:13).
Die ersten Minuten nach dem Wechsel waren dann entscheidend für das weitere Spiel. Obwohl unsere Mannschaft nicht schlecht weiterspielte, gelang in diesem Abschnitt kein weiterer Treffer. Entweder scheiterten wir an der gegnerischen Torfrau, oder mancher Wurf war vielleicht etwas zu überhastet und landete neben dem Tor. So konnte sich die Heimmannschaft auf 17:13 absetzen. Der Kampfgeist blieb ungebrochen – die Aufholjagd brachte uns auf 18:16 heran. Leider gelang allerdings der Anschlusstreffer nicht – das Spiel blieb bis zum Schluss offen. Als 2 Minuten vor dem Ende bei 23:21 alles auf eine Karte gesetzt wurde, gelangen den Heimischen noch 2 Tore. Der Endstand von 25:21 ist zu hoch und bringt die Ausgeglichenheit beider Mannschaften nicht zum Ausdruck.
Zufrieden kann man mit dem Kampfgeist der gesamten Mannschaft sein. Erneut hat das Team des UHC Müllner Bau gezeigt, dass es sich in der Tabelle nach oben orientieren kann. Mit Dominika Kodajova kehrt deutlich der technische Akzent ins Team zurück – dass sie nach der langen Pause noch nicht die entsprechende Wucht mitbringen konnte, war klar. Anesa Kalkan konnte erneut ihr Talent im Tor bestätigen, ebenfalls wieder stark Sandra Hart. Auch Steffi Schalko konnte wieder an ihre Leistungen anknüpfen.
Das nächste Spiel ist ein Heimspiel gegen Feldkirch am 10.10. in der Alten Au. Die Vorarlbergerinnen haben in der Saison mit guten Ergebnissen aufhorchen lassen und stehen punktegleich mit uns in der Tabelle. Ein heißer Kampf ist zu erwarten – wie die Corona-Maßnahmen der Landesregierung bei diesem Spiel umgesetzt werden können, ist in den nächsten Tagen zu klären. Es wäre schade, wenn Österreichischer Spitzenhandball ohne Zuseher stattfinden sollte.

Ergebnis WHA:
WAT Atzgersdorf - UHC Müllner Bau Stockerau 25:21 (13:13)
Stockerau: Bernhard, Kalkan; Hart (5/2), Magurean (3), Schalko (5), Kodjova, Amsüss, Gangl, Dimmy, Michálková, Mauler (2), Lauermann (2), Rein Lorenzale (4).


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