27.02.2020 Kategorie: Spielberichte-Frauen
Von: Wolfgang Kaindl

WHA gegen Atzgersdorf: noch Luft nach oben


Es war das erwartet schwere Match am Samstag in Wien. Im Gegensatz zur Hinrunde im Oktober war das Kräfteverhältnis deutlicher ausgeglichener. Erst nach langem Kampf konnte sich der regierende Meister gegen das Team des UHC Müllner Bau durchsetzen.
Die UHC Müllner Bau Damen starteten top motiviert und mit aggressiver Verteidigung. Doch gleich zu Beginn musste unsere Mannschaft 3 Zeitstrafen hinnehmen. Atzgersdorf konnte diese Überzahl gut nützen – eine Führung von 1:5 war die Folge. Nach dieser hektischen Anfangsphase entwickelte sich ein sehr spannendes, offenes Spiel mit Vorteilen für unser Team. Die Folge war, dass wir langsam den Vorsprung verringern konnten und mit dem Ausgleich zum 8:8 war alles wieder offen.
Wahrscheinlich ist es auch mangelnde Routine, dass einige Spielerinnen von uns mit der Brechstange zu viel wollten und damit dem Heimteam in die Karten spielten.  Die nächsten Minuten waren viel zu hektisch und voller Eigenfehler. Der Zwischenstand von 9: 15 war unglücklich und selbst verschuldet. Zum Glück fanden aber unsere Damen wieder in das Spiel zurück. Noch vor der Pause konnte der Rückstand auf 13:15 verkürzt werden und damit war für die 2. Hälfte alles möglich.
In der 2. Halbzeit gelang uns immer wieder der Anschlusstreffer, aber der „Ruck“ des Ausgleichs oder der zwischenzeitlichen Führung gelang leider nicht. Wieder fehlte die Coolness vor dem Tor – denn die Chancen wurden herausgespielt und hätten zu dem Umschwung gereicht. So bekam die Heimmannschaft wieder Oberwasser und konnte sich erneut etwas absetzen. Diesmal reichte aber unser Kampfgeist nur mehr zu einer kleinen Korrektur des Ergebnisses. Der totale Umschwung gelang nicht. Möglich wäre er gewesen, hätten unsere Damen nicht erneut eine schwache Wurfausbeute gezeigt. Zu oft wurden klare Chancen nicht genutzt und oft sogar leichtfertig vergeben. Nach dem Ende hatten wir das Gefühl, dass eigentlich viel mehr als diese knappe Niederlage möglich gewesen wäre.
Leider mussten wir in der Mitte der 2. Hälfte eine schwere Verletzung von Sophie Novak (Hand– und Fingerbruch) zur Kenntnis nehmen. Dieser Ausfall wird uns in den nächsten Wochen noch stark weh tun. Besonderen Respekt verdient diesmal das gesamte Team für die kämpferische Leistung vor allem in der Defensive. Im Angriff muss mehr Ruhe einkehren und vor allem in der Wurfeffizienz liegt noch viel Steigerungspotential.
Diese gute Leistung stärkt natürlich unser Selbstvertrauen für den nun anstehenden „Schlager“ im Cup Semifinale gegen die Wienerinnen am kommenden Samstag um 19:00 in der Alten Au. Natürlich bleibt die Favoritenrolle bei den Wienerinnen. Aber unser Team hat gezeigt, dass eigentlich viel möglich ist, wenn man als „TEAM“ auftritt. Auf jeden Fall erwarten wir einen spannenden Verlauf und hoffen auf die tolle Unterstützung unserer Fans in der Heimhalle!! Der UHC Stockerau lädt alle Handball Freunde ein, uns bei der schwierigen Aufgabe zu unterstützen und in die Alte Au zu kommen. Unsere Mädchen sind bereit einen heißen Kampf zu liefern!

Ergebnis WHA:
WAT Atzgersdorf - UHC Müllner Bau Stockerau 25:21 (15:13)
Stockerau: Ivkic, Bernhard, Kalkan; Reiß (3), Hart (6), Magurean, Schalko (5/3), Kodajova (5), Gangl, Habermüller, Mauler, Lauermann (1), Novak S. (1), Novak D.

WHA U18:
WAT Atzgersdorf - UHC VB Stockerau 29:19 (13:10)
Die sehr ersatzgeschwächte Mannschaft (Ausfall von Melisa Kalkan und Hanni Bruckner) hielt über 40 Minuten sehr gut mit. Der erwartete Einbruch war dann aber nicht zu verhindern.  
Stockerau: Ivkic, Kalkan; Storkan (1), Taborsky (2), Lauermann, Harreither, Gangl (6), Müller (4), Habermüller (6)


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