18.09.2018 Kategorie: Spielberichte-Frauen
Von: Wolfgang Kaindl

EHF Cup: Nach dem Rückspiel in Prag leider ausgeschieden


Durch den Heimsieg mit 6 Toren Differenz fuhr das Team des UHC Müllner Bau Stockerau mit entsprechender Erwartungshaltung zu dem Spiel nach Prag. Ebenso eingestellt, schlossen sich ca. 50 Fans dieser Reise an, um der Mannschaft den notwendigen Rückhalt zu geben.
Leider ist aber der Traum vom Aufstieg sehr schnell geplatzt und alle Vorwarnungen haben sich bestätigt. Slavia als Profimannschaft hat die Lehren aus der Niederlage gezogen, dazu noch ihre verletzte Spielmacherin schnell reaktivieren können. Damit stellten sie sich mit entsprechender Entschlossenheit von Beginn an dem Vorhaben, den Rückstand aufzuholen. Ein Lehrbeispiel, wie man ein Spiel beginnen muss, das man unbedingt gewinnen will.
Dagegen ließen leider unsere Damen die Entschlossenheit der Vorwoche nur manchmal aufblitzen und machten damit den Gegner stark. 3 gelbe Karten der Prager Spielerinnen bis zur 8. Minute zeigten ihre enorme Robustheit und den Willen in der Abwehr, unsere erste Gelbe Karte folgte erst in der 21. Minute. So handelten wir uns sehr schnell einen 3 Tore Rückstand ein. Dieser konnte zwar manchmal aufgeholt werden, die Aufholarbeit kostete aber enorme Kraft. Noch dazu, da unsere Damen an diesem Tag sehr viele technische Fehler begingen und damit das Heimteam immer wieder, ohne viel dazu zu tun, in Ballbesitz kam.
Unter diesen Umständen war der Rückstand zur Pause noch relativ gering. Kurz nach dem Wechsel hatte man den Eindruck, dass die Vorhaben in der Kabine zu greifen beginnen. Mit einem Zwischenspurt wurde der Rückstand von  5 Toren auf minus 2 verringert. Damit war allerdings die Sache wieder zu Ende. Weitere unverständliche technische Fehler, eine schwache Wurfausbeute zwischen der 40. und 50. Minuten entschieden endgültig das Spiel und damit war auch die Frage nach dem Aufstieg geklärt. Der Zwischenstand war mit 27:17 mehr als deutlich. Dieser Spielstand ließ Erinnerungen an das erste Spiel wach werden, in dem wir auch schon eine Führung in dieser Höhe hatten. Die letzten Minuten  konnten nur noch zu einer kleinen Ergebniskosmetik herhalten – zu leer war schon unsere Mannschaft.
Natürlich war und ist die Enttäuschung nach einem Spiel dieser Art sehr groß. Hat sich doch Slavia als gute Mannschaft präsentiert, aber ohne unsere „Aussetzer“ in diesem Spiel, hätten sie sicher nicht in dieser Höhe gewinnen können.
Offensichtlich sind einige Damen dann besonders anfällig für Fehler, wenn sie unter Druck geraten. Aber nur Spiele dieser Art sind auch ein Lernprozess und dienen zur Weiterentwicklung. Wir alle sind überzeugt, dass uns diese beiden EHF- Cupspiele wieder ein Stück in unserer Entwicklung weiter gebracht haben. Ebenso werden wir konsequent daran arbeiten, um in Zukunft nicht wieder derartig „blauäugig“ in eine Niederlage zu taumeln. Ebenso ist der angestrebte Einbau neuer, junger Spielerinnen bei Weitem nicht abgeschlossen und benötigt Zeit.
Eine Einzelkritik ist nach dieser Gesamtleistung der Mannschaft nicht angebracht. Überraschend ist aber schon, dass auch die schon etwas älteren und daher routinierten Spielerinnen nicht zu ihrer Normalform fanden.

Ergebnis:
DHC Slavia Prag - UHC Müllner Bau Stockerau  32:23 (14:10)
Öller, Topic, Flöck; Pewny (2), Reiß (1), Klinger, Buczolits, Raffasederova (2), Freimbacher,  Dimmy, Felsberger (5), Riesenhuber (1), Mauler (4), Leitner, Novak S. (3), Novak D. (5)

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Stimmen zum Spiel: Interview mit Christina Gahler und Wolfgang Kaindl




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