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ML: Ins Meister-Play-Off gestolpert (22.03.2007)

1.R

So, 18.03.07 18:00

 UHC Stockerau  Perchtoldsdorf  22:22  10:11

4

Kommentar
 Nach zwei klaren Siegen im Grunddurchgang der Landesliga gegen die Perchtoldsdorfer sollte auch das 1. Play-Off-Spiel zur klaren Angelegenheit für den UHC „Remington“ Stockerau werden. Alle Vorzeigen standen auf ein tolles Handballfest im Rahmen des österreichischen Cupfinales. Eine prächtig geschmückte Halle mit bereits über 400 Zuschauern, die natürlich einen Sieg des Tabellenführers sehen wollten. Mit Perchtoldsdorf kam zwar die, neben dem UHC „Remington“ Stockerau, spielerisch stärkste Mannschaft der Landesliga in die Alte Au, das auf ein starkes Kollektiv setzt, aber über keinen herausragenden Spieler verfügt.
Bereits die ersten Minuten prägten den Spielverlauf der gesamten Partie. Die Stockerauer, die bis auf Sven Haferl komplett antraten, trugen ihre Angriffe undiszipliniert und hektisch vor. Der Tormann der Gäste wurde durch Halbchancen und schwachen Würfen richtiggehend stark geschossen. Nach 15 Minuten führten die Perchtoldsdorfer mit 6:4 und das Heimteam hatte bereits 8 Fehlwürfe zu verzeichnen. Bis auf Stefan Dicic und Peter Olsavsky konnte kein Spieler des Heimteams seine Normalform zeigen. Nach einer Schwächeperiode des Gästeteam konnten die Lenaustädter zwar in der 22. Minute die Führung mit 8:7 herstellen, es sollte aber die Einzige des gesamten Spieles sein. Auch die Torhüter konnten diesem Spiel keine entscheidende Wende geben. Mit einem 10:11, aus sicht des Heimteams, wurden die Seiten gewechselt. Wer jedoch glaubte, nach der Pause würde das Spiel des Heimteams präziser, wurde bitter enttäuscht. Die Gäste aus Perchtoldsdorfer diktierten weiterhin das Spielgeschehen und trugen ihre Angriffe ruhig und entschlossen vor. Bei den Stockerauern dominierten nach wie vor Hektik im Angriff und Inkonsequenz in der Verteidigung. Als die Gäste in der 50. Minute mit dem 16:21 einen fünf Tore Vorsprung erreichten, schien das Spiel für die Stockerauer nicht mehr zu ändern und die erste Saisonniederlage stand ins Hause. Doch mit einem gehaltenen Siebenmeter, durch Alexander Herdlicka, drehte sich das Spiel komplett. Jetzt übernahmen die Gäste die Untugenden des Heimteams und der UHC „Remington“ Stockerau holte Tor um Tor auf. Plötzlich war auch die offensive Deckung der Gäste leichter zu überwinden und die Stockerauer Angreifer, mehr aus der Tiefe kommend, setzten sich jetzt prächtig in Szene. Innerhalb von acht Minuten wurde der Ausgleich zum 22:22 erzielt und sogar die Chancen auf einen Sieg waren gegeben. Doch es wäre vermessen nach 50 Katastrophenminuten und nur 10 Minuten vernünftigen Spiels einen Erfolg zu fordern. Es war ein schnelles Spiel mit gutem Tempo auf beiden Seiten. Dem Spielverlauf folgend hat Stockerau einen Punkt gewonnen bzw. von den Gästen zum Geschenk erhalten.
Für den UHC „Remington“ Stockerau folgen nun die Auswärtsspiele in Vöslau, Perchtoldsdorf und St. Pölten. Nur mit wesentlicher Steigerung bei Konsequenz und Konzentration werden Erfolge möglich werden.



 
 
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