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M1B: Der Tag der Vergeltung (11.11.2005 11:11 Uhr)

5.R

Sa, 05.11.05 18:30

 UHC Stockerau 1B  St. Pölten/Whbg  22:21  13:13

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Kommentar

Die letzten beiden Spiele gegen den Tabellenführer Perchtholzdorf-1 und den Tabellenzweiten St.Pölten/Wilhelmsburg waren eine unwürdige und demütigende Wanderung durch ein Tal von Trauer, Schmach und Leid. Gegen Perchtholzdorf-1 konnte man die Partie ausgeglichen gestalten. Leider nur bis 6 Minuten vor Schluss – ab diesem Zeitpunkt spielten die Knaben aus Stockerau plötzlich kopflos und vergaben die Chance auf eine gewaltige Sensation. In Wilhelbsburg war die Angriffsleistung der ersten Halbzeit bar jeglicher Hoffnung. Die Torausbeute von 4 Zählen spricht eine deutliche Sprache. Auch das es 10 Minuten 0:0 stand und die Verteidigungsleistung in allen Spielen wirklich als gelungen bezeichnet werden darf, konnte den Schmerz der Spieler über die vergangenen zwei Niederlangen nicht mildern. Im Rückspiel gegen die Spielgemeinschaft welche derzeit am 2ten Tabellenplatz liegt, ging es nun darum die Schande und Schmach auszumerzen und mit einem glorreichen Sieg den Anschluss an die Tabellenspitze wiederherzustellen und vor allem phönixgleich aus dem Jammertal der Tränen aufzusteigen. Um dies zu Bewerkstelligen war jedoch eine deutliche Leistungssteigerung von Nöten. Es mussten endlich, die im Training gezeigten Leistungen auch im Ernstfall bestätigt werden.
Am Tage des Rückspiels traf der Großteil der 1Bler schon zu einem ungewöhnlich frühen Zeitpunkt in der Kabine ein, um sich auf die anstehende Begegnung vorzubereiten. Nach den intensiven Trainings, die sich zum Großteil am Hallenrand abgespielt haben, da der Boden in der Millenniumshalle nicht verlegt worden ist und den eingehenden Gesprächen der vergangenen Wochen waren alle anwesenden bereit Vollgas zu geben. Schon beim Aufwärmen ließ kein Protagonist Zweifel ob des Siegeswillen an diesem Tage offen. Selbst Oliver ‚Superbambi’ Eiseler konnte das vergangene Spiel nicht vergessen und spielte gar mit lädiertem Knie. Das Feuer des Ehrgeizes loderte hell in den Augen der Spieler um Coach Hofbauer. Der Tag der Vergeltung war gekommen.
Schon nach Anpfiff wurde mit vollem Einsatz auf beiden Seiten gespielt. Das Spiel war an Spannung und Intensität kaum zu überbieten. Keine der Mannschaften konnte sich mit mehr als 3 Toren absetzen. Die Verteidigungsreihen dominierten in gewohnter Weise. Herausragend in ersten Hälfte der Begegnung waren die glorreichen Gebrüder Lauermann (zusammen erzielten sie 8 der 13 Tore der ersten Halbzeit). Mit dem Pausenpfiff stand es dann auch, dem Spielverlauf entsprechend, 13:13.
Das gezeigte war zwar nicht optimal aber man konnte darauf aufbauen. So oder so ähnlich waren dann auch die beseelten Worte des Erfolgscoachs der 1B. Nachdem die Deckung dann auch noch umgestellt wurde (ein Willhelmsburger Knabe wurde Manngedeckt), ging es voll Zuversicht in die 2 Halbzeit.
Zu Beginn der 2ten Hälfte konnten sich die Gastgeber dann auch umgehend mit 2 Toren absetzen. Dieser Vorsprung jedoch währte nur kurz. Das Bild entsprach exakt den ersten 30 Minuten. Keine der Mannschaften konnte sich richtig absetzen immer wieder wurde ausgeglichen. Die Spannung am Spielfeld und auf den Rängen war enorm. Zehn Minuten vor Schluss nahm dann Coach Hofbauer ein Timeout. Mit strenger Miene und barschen Worten gab er die Marschrichtung vor – nämlich volle Attacke. Ab dann wurde die Partie noch eine Klasse schneller. Auf beiden Seiten wurde um jeden Millimeter gekämpft. In dieser Phase wuchs, der bis dorthin schon gut spielende, Tormann Müller über sich heraus. Er hielt schier unhaltbare Würfe der Gäste. Selbst Gegenstöße machte er in heldenhafter Manier zunichte. Die Verteidigung arbeitet aggressiv und stand wie ein Fels in der Brandung. Und auch im Angriff wurden teilweise sehenswerte Aktionen herausgearbeitet. In den letzten Gegenstoß der Stockerauer fiel dann auch der Schlusspfiff. Endstand: 22:21. Dieser Sieg hätte auch noch höher ausfallen können den die Hofbauerjungs vergaben im laufe des Spiels 4 von 5 Siebenmeter würfe.
Erkenntnisse: Eine gelungene Rehabilitation der legendären Stockerauer 1B, die mit Kampf und Geschick auf die Gewinnerstrasse zurückgekehrt ist. Das strenge Lederdirndl steht unsrem Coach wie angegossen. Der Teampsychiater hat durchaus eine Lebensberechtigung. Hallenböden verlegen sich sehr langsam. Mit dieser Einstellung ist die 1B, diese Saison noch für einige Überraschungen gut. Einer unglaublichen Fangkulisse in St. Stockerau wurde eine, an Spannung und Einsatz, nicht zu überbietende Partie und somit ein Handballfest geboten.
Das nächste Spiel unserer Lieblingsmannschaft findet am 24.11.2005 in der Alten AU gegen das Arbeitskollektiv der Agrarökonomen um 20:00 statt. Wir empfehlen: Schnappen Sie Ihre Familien und schau’n Sie sich das an.

© Grausi



 
 
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