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LL-M: Heimerfolg mit bitterem Verlust (17.10.2005)

 2.R

So, 16.10.05 18:30

 UHC Stockerau  St. Pölten  33:21  14:10

2

Kommentar

Nach den zwei Nö-Cupfinalspielen gegen Union St.Pölten vor zwei Wochen, rechnete man sich im Lager der Stockerauer auch im ersten Meisterschaftsheimspiel der Saison Chancen aus zu bestehen. Der Titelfavoriten aus der Landeshauptstadt hatte in der Vorwoche in Perchtoldsdorf einen Spielabbruch verursacht und auf Grund der Vorkommnisse wurde ein Torhüter der St. Pöltner für drei Pflichtspiele gesperrt. Damit wurde das Spiel für die Stockerauer aber nicht einfacher, denn das Team von Spielertrainer Andras Horvath wollte sich in Stockerau rehabilitieren. Vor allem ging es auch darum in der Tabelle nicht zu weit abzurutschen. Beim UHC Stockerau konnten die Trainer auf den gesamten Kader zurückgreifen und die Trainer Simion/Rasch hatten die Qual der Wahl welche Spieler nicht auf das Spielprotokoll gesetzt werden.
In den ersten Minuten des Spieles hatte St. Pölten leichte Vorteile und lag meist mit einem Tor vorne. Man konnte aber bereits erkennen, dass die Abwehr des UHC ausgezeichnet stand und die St. Pöltner Angreifer äußerst intensiv arbeiten mussten um zu Torerfolgen zu kommen. Im Angriff hatte die Stockerauer Aufbaureihe mit Bohn, Dicic und Muhm mit der Deckung der Gäste immer wieder ihre Freude und kamen selbst oder durch Kreis oder Flügel zu Torerfolgen. Nach 20 Minuten drehte sich das Spiel und die Verteidigung des UHC lies bis zur Pause nur mehr ein Tor zu, während die Offensivleistung weiter konstant gehalten wurde. Mit einem 14:10 für den UHC wurden die Seiten gewechselt. Wer jedoch mit einem Aufbäumen der St. Pölten nach Wiederbeginn rechnete wurde enttäuscht. Stockerau lies in der weiteren Phase des Spieles niemals einen Zweifel über den Sieger aufkommen. Konsequent wurden die Tormöglichkeiten genutzt und die Abwehr, mit dem starken Torhüter Christoph Binder, steigerte sich weiter und machte den Starangreifern der Gäste, Horvath und den Brüdern Sulzbacher, das Leben immer schwerer. Nach 45 Minuten hatte das junge Stockerauer Team einen 10 Tore Vorsprung. Fast konnte man von einem Klassenunterschied der beiden Teams reden.
In dieser Situation kam es leider zu einer schweren Verletzung des Stockerauers Gustav Weigel. Bei einem Abwehrversuch stürzte er so unglücklich, dass er sich an der rechten Hand Elle und Speiche brach. Das Spiel wurde für ca. 30 Minuten unterbrochen um den Verletzten von der Rettung und dem im Publikum anwesenden Dr. Joachim Westermaier Erstversorgen zu können. Nach seiner Einlieferung ins Krankenhaus Korneuburg wurde er sofort operiert und wir wünschen ihm von dieser Stelle viel Glück und rasche Genesung.
Nach Wiederbeginn ließen sich die Stockerauer nicht mehr um ihren verdienten Erfolg bringen. Mit dem 33:21 revanchierte sich der UHC Stockerau undrucksvoll für die Cupniederlage. Der Aufsteiger hat nun nach zwei Runden das Maximum von vier
Punkten erreicht. Die gute Arbeit der Trainer und die tolle Stimmung in der Mannschaft zeigen, dass der Weg weiter nach oben geht und der UHC Stockerau sich im oberen Tabellendrittel platzieren kann. In der kommenden Woche kommt es am Sonntag in Korneuburg zum Nachbarschaftsderby und wie es scheint sind die Siegeschancen gleichmäßig verteilt.



 
 
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