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Vöslauer HC - UHC Stockerau 23:23 (15:15)
Die Sonne stand bereits einige Stunden am Himmel an diesem wunderschönen Sonntagnachmittag. Die Recken der 1B versammelten sich, bereit großes zu vollbringen, am Parkplatz vor der Alten Au. Aufgrund von diversen Erkrankungen, Verletzungen und beruflichen Verhinderungen bestand die erlauchte Runde diesmal nur aus neun, bis in die Haarwurzeln motivierten, Recken. Einige waren noch gebrandmarkt von der, Tags zuvor stattgefundenen, 30er Feier von Gert Lauermann (nochmals vielen Dank für die Einladung und die gelungene Feier). An dieser Stelle möchten die Redaktion, stellvertretend für die gesamte 1B, allen Jubilaren der 1B (Gert – 30er und Mike - 40er) gratulieren – möget Ihr auch weiterhin gesund, erfolgreich und dynamisch Spaß am Leben und am Handball haben. Nun zurück zum Thema – die Abfahrt stand dann leider unter keinem Guten Stern, da das 2Rad unseres Kreisläufers Grausi zwar bis zum Parkplatz kam, dann aber partout nicht mehr anspringen wollte. Gott sei Dank hat Sigi Harmer geistesgegenwärtig gewartet (danke) und so konnte die Anreise für alle mit 4 Rädern fortgesetzt werden. In Vöslau angekommen, bezogen wir sogleich den als Umkleidekabine getarnten Käfig. Nachdem Coach Hofbauer noch einige motivierende Worte an das Team gerichtet hatte und das obligatorische Aufwärmszenario abgespult wurde, pfiff Schiedsrichter Heindl, dann pünktlich um 15:15 die Partie an. Der Beginn der ersten Habzeit wurde dann auch ein wenig von den Herrn aus Vöslau dominiert – welche teilweise mit 3 Toren in Front lagen (7:4; 9:6; 10:7) Doch die Jungs um Coach Hofbauer steckten nie auf. In der Verteidigung wurde sehr konsequent gearbeitet. Zu Beginn der Partie wurde leider teilweise zu früh der Abschluss gesucht was mitunter jedoch missglückte. Doch Ende der Ersten Hälfte begann die große Aufholjagd. Innerhalb von 3 Minuten (Minute 24 - 10:7 bis Minute 27 - 10:10) wurde der Vorsprung der Gastgeber egalisiert. Die Vöslauer zogen in Folge zwar bis Minute 29 wieder mit 2 Toren davon aber mit einem Gewaltakt konnte mit dem Pausenpfiff der Augleich zum 12:12 fixiert werden. Die Anweisungen des Megacoachs Hofbauer in der Pause waren dann auch klar in der Verteidigung weiter so arbeiten und im Angriff auf die Chance spielen. Nach der Pause übernahmen die Stockerauer dann auch prompt das Kommando und konnten in der ersten Minute der zweiten Halbzeit dann auch das erste Mal in Führung gehen. Der Abstand konnte auch des Öfteren auf 2 Tore ausgebaut werden. Die Defense arbeitete weiterhin sehr aufmerksam und gut und auch im Angriff wurde teilweise Sehenswertes produziert. Selbst Oliver ‚Bambi’ Eiseler der für gewöhnlich durch Gewaltschüsse brilliert zauberte geniale Pässe aufs Parkett und Martin Lauermann bezauberte mit Wuzzlern und Heber vom Flügel. Leider wurde das Erfolgskonzept der längeren Angriffe in der Mitte der 2ten Hälfte nicht mehr so geradlinig umgesetzt. Teilweise wurden Angriffe zu überhastet abgeschlossen und so entwickelte sich die Partie Mitte der zweiten Spielhälfte zu einem offenen Schlagabtausch. Die Partie wogte hin und her. Mit zunehmender Spieldauer zeigten sich die Mannen aus Vöslau mehr und mehr als ambitionierte Schausteller. So wurden teilweise Schwalben produziert und schmerzverzerrte Mienen dargeboten die ein Engagement am Burgtheater gerechtfertigt hätten. Und ob dieser beeindruckenden schauspielerischen Leistung ging kurz vor Ende der Partie Thomas Grausam für 2 Minuten auf die Bank. Trotz der numerischen Unterlegenheit in den letzten 2 Minuten des Spiels konnten die Recken der 1B, 30 Sekunden vor dem Schlusspfiff mit einem Tor in Führung gehen. Im letzten Angriff der Gastgeber zeigte der Vöslauer Kreisläufer dann eine wirklich äußerst beeindruckende theatralische Leistung. Bar jeder Feindeinwirkung stürzte er zu Boden und verschoss, im Fallen gab er jedoch einen solch markerschütternden Schrei von sich das sich ein wenig Mitleid in wohl allen Anwesenden regte. Auch der wirklich hervorragende Schiedsrichter war von dieser dramaturgischen Darbietung sichtlich beeindruckt und spendete für eine solch unglaubliche Leistung einen 7m Wurf. Endergebnis 23:23. Nach dem Schlusspfiff war die Enttäuschung zunächst einmal recht groß. Doch nach einigen Stunden konnte man bereits zufrieden Resümieren: Für das Erste Match der Saison hat die 1B eine respektable Leistung abgerufen auf der man für die kommenden Begegnungen aufbauen kann. Mit einer vollen Bank wird die Mannschaft heuer noch einige Überraschungen abliefern. Trotz der enttäuschenden letzten Saison ist die Spielfreude der 1Bler ungebrochen. Schon im Oktober sind auf der A22 Eisbären zu bewundern und die 1B freut sich schon auf die nächsten Spiele. Die nächste Gelegenheit Handball auf höchstem Niveau zu genießen ist schon Donnerstag um 20:00 in der Alten Au im Derbie gegen das Stockerauer Farm Team – Wir empfehlen: schau’n Sie sich das an.
© Grausi |