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Wir schreiben das Jahr 2005 nach Christus. Es trug sich zu an einem wunderschönen Samstag, genauer gesagt der 15.06, im Aubad zu Tulln. Der Beach – Handballverein (http://www.beach-handball.at/) Tulln hatte zu einem Beach Handballturnier geladen. 8 topmotivierte Recken der Stockerauer 1B, unter tatkräftiger Unterstützung des wahrscheinlich schönsten Tormannes diesseits des Äquators – Markus Fiala alias Fitsch, hatten den Ruf gehört und waren der Einladung gefolgt. Nach einem spektakulären Training am Donnerstag zuvor, wussten die Jungs, dass Beach Handball zwar jede Menge Spaß macht aber auch respektabel an die Substanz geht. Weiterer Ansporn war das wir in dem wahrscheinlich stärksten Topf des Grunddurchgangs gelandet waren. In unserer Gruppe waren neben Megacard Tulln und Union Korneuburg (Bundesligist) die Netgear Ogamer (wie sich später herausstellen sollte –AON Fivers mit einigen Nationalspielern bestückt und auch späterer Turniersieger) So machten wir uns auf und erreichten pünktlichst das Aubad in Tulln. Nach Studium der Taktik der anderen Mannschaften machten wir uns wie immer gewissenhaft ans Aufwärmen um uns auf die Erste Partie vorzubereiten.
Nun das Erste Match stand dann leider unter dem Zeichen 'wo sind wir eigentlich' und 'was soll das überhaupt'. Wir konnten uns nicht schnell genug auf die veränderten Regeln und Feinheiten einstellen und kamen sogleich mit 2:0 unter die Räder (zu Erklärung: beim Beach Handball wird jeder Satz gewertet – bei einem Unentschieden in einem Satz gibt es ‚Golden Goal’ bei Satzgleichstand entscheidet ein Penaltyschießen über den Sieg). Nun es war eindeutig ein Orientierungs- und Trainingsspiel, denn aus der Partie gegen Tulln wurden einige Erkenntnisse gezogen und durch das Beobachten der anderen Partien legten wir uns eine eigene Taktik zurecht und feilten an dieser bis zur nächsten Begegnung gegen die Mannen aus Korneuburg. In dieser Partei zogen die Stockerauer dann alle Register – ultimativer Einsatz in der Defense und erfrischender Angriffshandball ließen, speziell in der ersten Halbzeit, die Korneuburger alt aussehen – nicht zuletzt durch einige Glanztaten unserer hervorragenden Torleute ging die erste Halbzeit mit 6:0 an uns! Nach Ende der Regulären Spielzeit der 2ten Halbzeit, stand es 4:4 Golden Goal, das die Korneuburger für sich entscheiden konnten, Somit ging’s weiter mit einem Penaltyschießen. Diese Penaltyschießen ließ dann auch sogleich erkennen, das Beach – Handball dem Hallenhandball ‚spannungsmäßig’ um nichts nachsteht. Nach 5 Schützen stand es 5:5 (Korneuburg hatte zwar einmal verschossen – jedoch durch einen sehenswerten ‚Flieger’ für den es in Strand Handball 2 Punkte gibt wieder ausgeglichen). Nun kam der Sudden Death Modus zum Einsatz – je 2 Schützen verwandelten dann wieder souverän. Nun wollte Korneuburg Druck auf die Stockerauer ausüben und versuchten wieder einen ‚Flieger’ daneben – doch auch Hofi’ ChefCoach’ Hofbauer zeigte Nerven oder Mitleid oder was auch immer und ‚verpuffte’. Nun war wieder Korneuburg am Drücker – wieder Fliegerversuch – wieder daneben. Die Spannung war enorm die Gefühle einiger Gegenspieler entgleisten und gipfelten in rüden Beflegelungen. An den Start für Stockerau ging nun Martin ’Graziano’ Kleedorfer, der bereits im Spiel für einige sehenswerte Highlights sorgte – und er verwandelte extrem cool. Die Überraschung war perfekt Stockerau ‚auf Bewährung draußen’ schlug den Bundesligisten Korneuburg. Die Freude war groß.
Beflügelt von diesem Triumph ging es im nächsten Spiel gegen die Netgear Ogamer (Aon FIFERS) wie gesagt diese Mannschaft war in der letzten Regulären Saison immerhin Vizemeister der HLA und konnte auf einige Nationalteamspieler wie Gangl oder Abadir in seinen Reihen setzen. Aber die Jungs aus Stockerau wussten: bei diesem Spiel ist möglich war. Und tatschsächlich konnte man an die zuvor gezeigte Leistung gegen Korneuburg anschließen. Wieder ging die Erste Hälfte an Stockerau. Mit dem hatte wohl niemand gerechnet. Leider ging die 2te Hälfte dann wie erwartet an die Wiener und auch im Penaltyschießen versagten den Mannen um Coach Hofbauer die Nerven. Aber es wurde ein wichtiger Punkt eingefahren und so landeten die Stockerauer auf dem 3ten Platz im Grunddurchgang. Die Freude war Groß dem Vizemeister einen Satz abgeluchst und den Bezirksrivalen geschlagen.
Im ersten KO Spiel ging es dann gegen den nächsten schweren Brocken dem Gastgeber (Beach - Handball Club Tulln). Diese Partie war ebenfalls eine Werbung für den Beach - Handball und ging denkbar knapp, je Halbzeit mit –1 Tor, an die Gastgeber aus Tulln (den späteren 2ten des Turniers).
Fazit des Tages, aus Sicht der Stockerauer 1bler: Super Wetter, Super Stimmung; enormer Spaßfaktor beim Spielen, Gut Verkauft und sehr spannend und abwechslungsreich beim Zusehen. Nächstes Jahr sind wir wieder mit dabei. Gratulation an den Beach - Handballclub Tulln der das Turnier wirklich perfekt organisiert und durchgezogen hat. Respekt.
© Grausi 2005 |