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M1B: Erfolg gegen Vöslau durch Einsatz + Kampfgeist (01.11.2004)

Man konnte die Motivation vor dem Spiel gegen die Recken aus Vöslau fast spüren. Nach den bitteren Niederlagen der vergangenen Runden wollten sich die Mannen um Coach Hofbauer nun wieder rehabilitieren und die treuen Fans mit einem Sieg und einer soliden Leistung, Kampfgeist und Einsatz wieder versöhnlich stimmen.
Nun - zu Beginn der Partie sah die Situation jedoch gänzlich negativ aus – Oliver Eiseler, ein enorm wichtiger Bestandteil im Stockerauer Spiel, wichtiger Rückhalt in der Verteidigung und einer der treibenden Offensivkräfte, sah nach einem ‚Foul’ bereits nach 2:26 Minuten, von Schiedsrichter Schelnast, die Rote Karte. Von dieser Aktion deutlich Geschockt fiel aus dem daraus resultierenden Angriff dann das 0:1 für die Gäste. Bis Minute 10 trat bei den Gastgebern eigentlich nur die Verteidigung in Aktion, diese ließ bis zu diesem Zeitpunkt lediglich 2 Tore zu. Dummerweise wurden im Gegenzug vorne aber keine geschossen. So stand es nach 10 Minuten 0:2 für die Gäste. Nach diesen unglücklichen 10 Minuten, folgten dann den Guten Ansätzen in der Offensive auch Tore. Und so konnten unsere Burschen, von ca. 50 euphorisch entfesselten Fans angepeitscht, in der 15. Minute schließlich das Ausgleichstor zum 4:4 erzielen. Just zu diesem Zeitpunkt verletze sich der einzig ‚gelernte’ Kreisläufer (Thomas Grausam) der an diesem Tag am Spiel teilnahm (Sigi Harmer und Martin Gruber waren verhindert) unglücklich und ohne Fremdeinwirkung an der Ferse (Fersenfraktur). So wurde ab der 15 Minute dann auf dieser Position improvisiert.. Doch die Mannschaft ließ sich auch von diesem Rückschlag nicht aufhalten und hielt die Partie weiterhin durch heroischen Einsatz offen. Der Pausenstand von 8:8 spiegelt dies auch wieder. In der Pause dann gab es eine bewegende und vor allem sehr berührende Rede des fabelhaften Trainers Hofbauer. Die Worte gingen allen Spielern sehr nah.
So beflügelt ging Stockerau dann in der 9nten Minute der 2ten Hälfte mit 11:10 in Führung und baute diese dann sukzessive bis zum Schlusspfiff aus. Federführend im Angriff war, neben Ernst Hanke der wieder bester Werfer unsres Lieblingsvereins wurde, obwohl er in der 2ten Hälfte auf der ungewohnten Aufbauposition agierte, Jürgen Pfalzer, liebevoll auch Prinz Spiegelhaupt genannt, der die Tore 10 bis 14 durch Kontern und sehenswerten Flügelschüssen erzielte. Somit zog die 1Bler auf 14:12 davonzogen. Die Moral der Gäste wurde durch diese Drangphase der Hausherren gebrochen, dieser Gewaltleistung Mitte der 2ten Hälfte hatten die Mannen aus dem Mineralwasserland dann auch nichts mehr entgegenzusetzen, bis auf einige unschöne (und ungeahndete) Fouls, denen Ernstl und Thomas Hanke zum Opfer fielen. Auch diese Härteeinlagen konnte den Erfolgswillen der Gastgeber nicht bremsen und so stand es mit dem Schlusspfiff 20:15.
Diese Leistung ist umso bemerkenswerter, in anbetracht der traurigen Tatsache, dass dieses grandiose Team nach dem ersten Viertel der Saison noch immer keine adäquaten Teambadeschlafen besitzt! Ein Fauxpas der seines gleichen sucht. Denn diese sind eigentlich Voraussetzung um erfolgreich Handball zu spielen – ein Erfolgsgarant quasi. Doch auch dieser unhaltbare Zustand wird in den kommenden Wochen ausgemerzt werden, dass hofft die Redaktion für unsere Lieblingsmannschaft und den österreichischen Handballsport.
Ein besonderes Lob muss an dieser Stelle den Fans der 1B ausgesprochen werden welche die Mannschaft zu jeder Zeit der Partie bedingungslos anfeuerten und die Burschen somit zum Sieg getragen haben. Wenn es mehr von diesen Enthusiasten in Österreich gäbe hätte der Handballsport den Stellenwert den er eigentlich verdienen würde. Darum motiviert gleichgesinnte Damen und Herren um beim nächsten Mal zugegen zu sein wenn ein weiteres Kapitel österreichischer Sportgeschichte geschrieben wird.

© Grausi 2004
 



 
 
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