
Remis gegen den Spitzenreiter (22.02.2004)
Mit Union Sparkasse Hollabrunn kam der feststehende Sieger des Grunddurchganges der NÖ-Landesliga in die Alte Au. Hollabrunn hatte vor vier Wochen einen klaren Erfolg gegen den UHC Stockerau gefeiert und mit der Teilnahme am Cupfinale einen historischen Triumph für den Verein erreichen können. In Stockerau hat man sich in den letzten Wochen intensiv auf das beginnende Abstiegs-Play-Off vorbereitet. Das Trainingsspiel gegen den Bundesligisten WAT Fünfhaus, am letzten Donnerstag in der Alten Au, endete mit einem 24:22 Sieg für die Lenaustädter. Bereits hier sah man die neue Handschrift des Trainerduos Simion/Rasch. Kosequent in der Deckung und geduldig im Angriff auf die geeignete Chance warten. Mit Thomas Hopfeld, als Mitte Aufbau, wurde auch eine weitere Aufstellungsvariante getestet, die das Angriffsspiel der Stockerauer weiter beleben kann. Union Sparkasse Hollabrunn reiste ohne seinen tschechischen Legionär, Jiri Reznik, nach Stockerau. Bereits in den ersten Minuten musste der Gast erkennen, dass es an diesem Tag nicht so leicht sein wird, zu Torerfolgen zu kommen. Nach dem 1:2 für Hollabrunn übernahm der UHC Stockerau die Initiative am Spielfeld. Die Hollabrunner Deckung wurde gekonnt ausgespielt und Chance für Chance erarbeitet. Bei besserer Auswertung der Möglichkeiten wäre ohne weiteres eine Pausenführung mit fünf, sechs Toren Vorsprung möglich gewesen. Der Pausenstand von 10:7 für den UHC Stockerau war dennoch eine Klasseleistung des jungen Stockerauer Teams. Das vor allem durch die starke Deckungsarbeit zustande kam. Und falls schon ein Gegenspieler durch kam, fand er bei Tormann Alexander Herdlicka seinen Meister. Den besseren Start in die zweite Halbzeit hatten die Gäste aus Hollabrunn und sorgten nach einigen Minuten für den 10:10 Ausgleich. Sofort zog Stockerau wieder mit drei Toren davon und führte in der 50 Min. mit 17:13. Ab diesem Zeitpunkt wurde es turbulent in der Sporthalle „Alte Au“. Im Minutentakt gab es für beide Mannschaften 2-Minuten-Strafen. Die Hollabrunner Schörg, nach schwerem Foul an Peter Hofbauer, und Stickerlberger, nach der dritten 2-Minuten-Strafe mussten mit Roten Karten aus der Halle. Die Emotionen waren damit aber nicht beendet. Thomas Hopfeld bekam nach einer Überreaktion, auf einen Fehlpfiff des Schiedsrichters, er hatte dem Gegner den Ball ohne Körperkontakt abgenommen, eine 2+2 -Minuten-Strafe und musste ebenso mit Roter Karte die Halle verlassen. Eine Minute später folgte ihm sein Teamkollege Florian Kampl nach einem Dutzendfoul. Die letzten vier Minuten spielte Stockerau meist nur mehr mit vier Mann am Spielfeld. Hollabrunn nutzte seine Chancen und erzielte eine Minute vor dem Ende die Führung zum 20:19. Doch Stockerau spielte den letzten Angriff geduldig durch und bekam nach einem Foul an Ernst’l Hanke einen 7-Meter zugesprochen. Ronald Muhm trat an – und verwandelte sicher zum 20:20 Endstand. Eine gerechte Punkteteilung, wie auch die Hollabrunner Betreuer befanden. In den nächsten Wochen wird der UHC Stockerau noch einige Testspiele bestreiten und dann in das Abstiegs-Play-Off einsteigen. Mit den zuletzt gezeigten Leistungen sollte das Thema Abstieg schnell zu vergessen sein.
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